H2W
H2W Consulting
MeisterWerke
Vertraulich

Digitalisierungsstrategie, ERP-Optimierung und KI-Integration

Ein strukturierter Ansatz für die gruppenweite Digitalisierung der MeisterWerke Unternehmensgruppe.
Erstellt für MeisterWerke Schulte GmbH | Von H2W Consulting GmbH | April 2026
1
Management Summary
1 Min.
MeisterWerke Schulte GmbH steht an einem entscheidenden Punkt: Die ERP-Migration auf Infor LN 10.7 ist abgeschlossen, doch die eigentliche Digitalisierung der Unternehmensgruppe hat noch nicht begonnen. Aus vier Gesprächen über sieben Monate haben sich mehr als 20 konkrete Handlungsfelder herauskristallisiert.
20+
Identifizierte Handlungsfelder
4
Workshops und Gespräche
6-8
Wochen Initialisierung
Kernbefund: MeisterWerke hat weder einen Mangel an Ideen noch an Engagement. Was fehlt, ist ein konsolidiertes, gruppenweit abgestimmtes Digitalisierungskonzept mit klarer Priorisierung, Governance und strukturierter Umsetzung. Ohne diesen Rahmen werden Einzelinitiativen weiter versanden oder sich gegenseitig behindern.

Unser Vorschlag: Ein strukturiertes 6- bis 8-wöchiges Initialisierungsprogramm, das die aktuelle Situation systematisch erfasst, ein belastbares Zielbild entwickelt und eine priorisierte Roadmap mit frühen Quick Wins liefert.

Das Programm ist so konzipiert, dass MeisterWerke nach Phase 1 eine fundierte Go/No-Go-Entscheidung treffen kann, ohne langfristige Bindung eingehen zu müssen.

2
Analyse
4 Min.
MeisterWerke Produkt

Unternehmensprofil

MerkmalDetail
UnternehmensgruppeMeisterWerke Schulte GmbH mit den Marken Meister, Moderna, Hain, Lignumguard
BrancheFertigung von Bodenbelägen, Paneelen und Zubehör
Umsatzca. EUR ~250 Mio.
StandortSauerland, 480.000 qm Betriebsfläche
ERP-SystemInfor LN 10.7, Go-live Mai 2024 (3-Jahres-Migrationsprojekt)
Mitarbeiterüber 500

Marktumfeld

Das Objektgeschäft ist weitgehend eingebrochen. Der Renovierungsmarkt verschiebt sich zunehmend in preissensitive Segmente mit wachsendem Wettbewerb durch günstige Importware. Der traditionelle Fachhandel als primärer Vertriebskanal befindet sich im Rückgang: Händler scheiden altersbedingt aus, Nachfolger fehlen, Konsolidierung beschleunigt sich. MeisterWerke muss rund 80% der potenziellen Kunden erreichen, die die Marke noch nicht kennen, und gleichzeitig neue Geschäftsfelder erschließen.

ERP-Status

Die Migration von Infor LN FP3 auf Infor LN 10.7 wurde im Mai 2024 abgeschlossen. Das vorherige System lief vollständig automatisiert. Das Transportmodul wurde komplett neu geschrieben. Mehrere Module und Teilprojekte wurden während der Migration zurückgestellt:

  • TP-Modul (Projektmanagement) für Hausmesse- und Kollektionssteuerung
  • BODs-Integrationsplattform als Ablösung des CSV/XML-Schnittstellenpatchworks
  • Vorbeugende Instandhaltung
  • CRM (Infor CRM beschafft und als brauchbar eingestuft, aber aus Zeitgründen und mangels Teilprojektleiter (Personalschwund) verschoben auf 2027)
  • CPQ-Ausbaustufen (CPQ ist eingeführt, weitere Stufen wie Einbindung in CRM und Verfügbarkeit im Außendienst sind derzeit gestoppt)
  • Mehrwertfunktionen (Widgets, Workflows, ION-Funktionen, etc.)

Organisation

Uwe Lilienthal trägt seit Oktober 2025 die Rolle des Digitalisierungs-, KI- und Informationssicherheitsbeauftragten sowie Datenschutzkoordinators der gesamten Unternehmensgruppe. Er hat zwei operative Nachfolger aufgebaut: Markus Klauke (IT-Leiter) und Michael Ciociola (Leiter Prozessorganisation). Sein Fokus liegt nun auf der gruppenweiten Digitalisierungsstrategie.


Erste Beobachtungen und Hypothesen

Die folgenden Beobachtungen basieren auf vier Gesprächen zwischen September 2025 und März 2026. Sie sind als Hypothesen zu verstehen, die im Rahmen einer strukturierten Vor-Ort-Analyse validiert werden müssen.

1. Prozesstransparenz und -compliance sind der eigentliche Engpass

Während der LN-Migration wurde End-to-End-Prozessdenken eingeführt und Prozessverantwortliche (KeyUser / Teilprojektleiter) benannt. Dieses Denken ist im Tagesgeschaeft jedoch nicht durchgängig verankert. Silo-Verhalten besteht fort. Change Management wurde begonnen, aber nicht konsequent weiterverfolgt. Mitarbeiter stimmen Veränderungen grundsätzlich zu, leisten aber bei eigener Betroffenheit Widerstand.

2. Wissen erodiert schneller, als es dokumentiert wird

Ursprüngliches ERP-Schulungswissen ist über mehrere informelle Übergaben auf unter 20% gesunken. Implizites Prozesswissen steckt in den Köpfen einzelner Mitarbeiter. Ein zentraler Netzwerk-/Linux-Experte geht im Februar 2027 in den Ruhestand, ohne qualifizierten Nachfolger. Gleichzeitig sinkt die Qualität von Berufseinsteigern im IT-Bereich messbar.

3. Unkontrollierte KI-Adoption beschleunigt sich

Im Oktober 2025 wurden erste Shadow-IT-Vorfälle identifiziert (Marketing-KI-Initiativen ohne IT-Beteiligung). Zwei intern eingesetzte Chatbots werden nicht wie ursprünglich geplant genutzt. Die Eigentümer sind bekannt, es fehlt jedoch an gruppenweiter Kommunikation. Die Zentralisierung bei Uwe Lilienthal als KI-Beauftragter hat die Lage bereits etwas entzerrt. Fehlresultate können das Vertrauen in KI dennoch nachhaltig beschädigen.

4. Die Auftragserfassung ist der höchste ROI-Hebel

14-16 Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst fungieren primär als Auftragserfassungsabteilung, nicht als echte Vertriebsunterstützung. Bestellungen aus E-Mails und PDFs werden manuell in Infor LN übertragen; Bestellungen aus dem Online-Shop müssen manuell nachbearbeitet werden. Die bestehende Teilautomatisierung (Seeburger EDI Konverter) erfordert weiterhin zwei Bildschirme und manuelle Prüfung.

5. MES und LN existieren als Parallelwelten

MES (GFOS) und Infor LN wurden nie integriert. MES denkt in Schichten, LN in Produktionsaufträgen. Aufgrund der Abkündigung der Wartung der aktuellen GFOS-Version und der vom Hersteller angestrebten Cloud-Strategie müssen Alternativen aktiv betrachtet werden. Statt ein neues MES-System zu beschaffen, könnte ein KI-basierter Analytik-Layer über die bestehenden MES-Rohdaten deutlich kosteneffizienter sein.

6. Der Außendienst arbeitet ohne strukturierte digitale Unterstützung

Infor CRM-Lizenzen wurden beschafft und als brauchbar eingestuft, aber aus Zeitgründen und mangels Teilprojektleiter (Personalschwund) nicht umgesetzt. Das Teilprojekt ist derzeit auf 2027 verschoben; eine Neubewertung anhand aktueller Anforderungen sollte dabei erfolgen. Besuchsberichte sind Fließtext-E-Mails, die niemand später auffinden kann. Die Hausmesse erzeugt Begeisterung, aber keine strukturierte Nachverfolgung. Eine Power-Apps-Lösung wird derzeit als Überbrückung aufgebaut.

Diese Beobachtungen basieren auf Gesprächen, nicht auf einer Vor-Ort-Analyse. Eine strukturierte Validierung im Rahmen des vorgeschlagenen Initialisierungsprogramms ist notwendig, bevor hieraus Maßnahmen abgeleitet werden.

Anforderungen MeisterWerke

Aus den Gesprächen und Beobachtungen lassen sich die Anforderungen in vier Cluster zusammenfassen. Jedes Cluster enthält Themen, die direkte geschäftliche Auswirkungen haben.

Cluster 1: Prozessautomatisierung und -transparenz

AnforderungPrioritätGeschäftlicher Effekt
Automatisierte Auftragserfassung (E-Mail/PDF in LN)HochKapazitätsgewinn im Vertriebsinnendienst, Fehlerreduktion
Proaktives Beschaffungs-TrackingHochWeniger Produktionsstillstände durch fehlende Materialien
Kollektionswechsel-SteuerungMittelTermintreue bei Produktlaunches
Logistik- und FrachtkostenoptimierungMittelDirekte Kostenreduktion
Stammdatenpflege und -qualitätMittelGrundlage für jede Automatisierung

Cluster 2: Wissensmanagement und Nachfolgesicherung

AnforderungPrioritätGeschäftlicher Effekt
Wissenserfassung vor Ruhestand (Feb. 2027) oder generell bei PersonalwechselHochVermeidung von Betriebsrisiko
Standardisierung und Auffrischung ERP-SchulungenHochProzess-Compliance erhöhen
Beschleunigtes Onboarding neuer MitarbeiterMittelProduktivität schneller erreichen
EntscheidungsnachvollziehbarkeitMittelAudit-Sicherheit und Transparenz

Cluster 3: KI-Governance und gesteuerte Innovation

AnforderungPrioritätGeschäftlicher Effekt
Zentrales KI-Portal mit RechtemanagementHochShadow-IT eindämmen, Vertrauen schützen
EU AI Act ComplianceHochRegulatorische Sicherheit
Datenqualitätssicherung und DokumentenklassifikationMittelVoraussetzung für belastbare KI-Ergebnisse
KI-Eigentümer-Modell pro AnwendungsfallMittelNachhaltigkeit und Weiterentwicklung

Cluster 4: Systemintegration und Architektur

AnforderungPrioritätGeschäftlicher Effekt
MES/LN-Brücke (Analytik statt Systemaustausch)HochProduktionsintelligenz ohne Großprojekt
Schnittstellenstandardisierung (BODs-Plattform)MittelWartbarkeit, Zukunftssicherheit
CRM-Alternative für AußendienstMittelStrukturierte Kundeninteraktion
OT-Architektur und SicherheitskonzeptMittelSchutz der Produktionsinfrastruktur
3
Lösungsansätze
1 Min.

Für jedes identifizierte Anforderungscluster zeigt die folgende Übersicht, wie H2W Consulting und H2W Labs konkret adressieren können.

AnforderungLösungsansatz H2W / H2W LabsEinheit
Automatisierte Auftragserfassung KI-gestützte Dokumentenextraktion mit direkter ERP-Integration. Trainiert auf die spezifische LN-Auftragsstruktur von MeisterWerke. Verarbeitung von E-Mail, PDF und Online-Shop-Bestellungen. H2W Labs
Wissenserhalt und -transfer KnowKit: Strukturierte Wissenserfassung aus Meetings, Schulungen und Dokumentation. KI-gestützte Aufbereitung und Abfrage. Bereits live demonstriert mit positiver Bewertung. H2W Labs
KI-Governance und Steuerung Definition eines KI-Governance-Frameworks: Eigentümer-Modell, Datenkonzept, Freigabeprozess, zentrale Übersicht. Bestandteil der Digitalisierungsstrategie. H2W
MES/LN-Integration Analytik-Layer über vorhandene MES-Rohdaten statt Systemaustausch. KI-gestützte Auswertung für Produktionsintelligenz und prädiktive Instandhaltung. H2W Labs
Proaktives Beschaffungs-Tracking Workflow-basierte Eskalation auf Basis vorhandener LN-Daten. Proaktive Benachrichtigung statt passiver Cockpit-Abfrage. H2W Labs
Prozessoptimierung und ERP-Nutzung Analyse der tatsächlichen Systemnutzung. Gezielte Nachschulung. Prozess-Redesign wo nötig. Verankerung von End-to-End-Denken. H2W
Stammdatenqualität Automatisierte Erkennung von Stammdatenänderungen und Inkonsistenzen. Regelbasierte Validierung. H2W Labs
Digitalisierungsstrategie und Roadmap Management-Interviews, Vor-Ort-Workshops, Zielbild-Entwicklung, priorisierte Roadmap. Strategieberatung mit Umsetzungskompetenz. H2W
Schnittstellenstandardisierung BODs/ION-Integrationsarchitektur. Ablösung des CSV/XML-Patchworks durch standardisierte Plattform. H2W
CRM-Alternative Außendienst Leichtgewichtige Edge-Applikation mit ERP-Anbindung. Strukturierte Besuchserfassung und Kundenintelligenz aus LN-Daten. H2W Labs
Schlüsselunterscheidung: H2W Consulting liefert Strategieberatung, Prozessoptimierung und ERP-Kompetenz. H2W Labs baut konkrete Anwendungen, die operative Probleme lösen. Beides aus einer Hand, mit gemeinsamem Verständnis der Infor-LN-Datenwelt.
4
Zielbild
2 Min.
MeisterWerke Vision

MeisterWerke in 3 bis 5 Jahren

Das folgende Zielbild beschreibt einen realistisch erreichbaren Zustand, keine Idealvision. Jeder Punkt ist aus den identifizierten Anforderungen ableitbar und durch konkrete Maßnahmen erreichbar.

Auftragserfassung

Bestellungen aus allen Kanälen werden automatisch erfasst und vorverarbeitet. Der Vertriebsinnendienst bearbeitet Ausnahmen und kann sich auf echte Vertriebsaufgaben konzentrieren.

Wissen als Unternehmensvermögen

Kritisches Prozess- und Systemwissen ist unabhängig von einzelnen Personen verfügbar. Neue Mitarbeiter erreichen Produktivität in Wochen statt Monaten. Wissensabfrage funktioniert so selbstverständlich wie eine Suchmaschine.

Gesteuerte KI-Nutzung

KI-Anwendungen werden zentral gesteuert, dokumentiert und gewartet. Jede Anwendung hat einen definierten Eigentümer, ein Datenkonzept und eine Freigabe. Innovation passiert strukturiert, nicht als Goldrausch.

Integrierte Produktionsintelligenz

MES- und ERP-Daten fließen in eine gemeinsame Analyseplattform. Prädiktive Instandhaltung, Qualitätsanalyse und Kapazitätsplanung basieren auf Echtzeitdaten statt auf Excel und Tagesprintouts.

Digitaler Außendienst

Vertriebsmitarbeiter haben alle relevanten Kundeninformationen aus dem ERP direkt verfügbar. Besuchsberichte sind strukturiert, auswertbar und für Folgemassnahmen nutzbar.

Prozess-Compliance als Normalzustand

End-to-End-Prozessdenken ist in der Organisation verankert. Prozessverantwortliche haben die Werkzeuge und Transparenz, die sie brauchen. Abweichungen werden systemisch erkannt, nicht zufällig entdeckt.


Architekturprinzipien

Sechs Prinzipien, die alle Empfehlungen und Lösungsansätze leiten.

1. Prozess vor Technologie

Kein System wird eingeführt, bevor der zugrundeliegende Prozess verstanden und bei Bedarf optimiert ist.

2. Standard vor Sonderlösung

Vorhandene Systemfähigkeiten (insbesondere Infor LN) werden ausgeschöpft, bevor neue Systeme beschafft werden.

3. Integration vor Insellösung

Neue Anwendungen müssen in die bestehende Architektur integrierbar sein. Keine weiteren isolierten Systeme.

4. Mensch im Mittelpunkt

Jede KI-Anwendung hat eine Mensch-in-der-Schleife-Komponente. Automatisierung unterstützt, ersetzt aber nicht die Entscheidung.

5. Datenqualität als Grundlage

Keine Automatisierung oder KI liefert brauchbare Ergebnisse auf schlechten Daten. Stammdatenqualität ist Voraussetzung.

6. Offene Schnittstellen

Alle Lösungen nutzen dokumentierte APIs und Standards. Kein proprietärer Lock-in.

5
Umsetzungsplan
3 Min.

Vorgehensmodell

Leitprinzip: «Wenn man einen kranken Prozess digitalisiert, hat man einen digitalisierten kranken Prozess.» Deshalb: Prozess zuerst verstehen, dann gestalten, dann technisch umsetzen.
1
Verstehen
6-8 Wochen
Analyse, Interviews, Vor-Ort
2
Gestalten
4-6 Wochen
Architektur, Prozessdesign, Business Case
3
Umsetzen
Iterativ
Quick Wins zuerst, dann Ausbau
4
Verankern
Kontinuierlich
Change Management, Schulung, Governance

Phase 1 ist der vorgeschlagene nächste Schritt. Sie erfordert keine langfristige Bindung. Am Ende von Phase 1 steht ein Quality Gate: Eine fundierte Go/No-Go-Entscheidung auf Basis validierter Ergebnisse und eines konkreten Business Case.

Jede weitere Phase wird nur auf Basis der vorherigen gestartet. Kein Blankoscheck, keine Abhängigkeit, keine unbegrenzten Beraterstunden.


Roadmap und Zeitplan

PhaseZeitraumSchwerpunktErgebnis
Phase 1: InitialisierungQ2 2026Analyse, Zielbild, RoadmapDigitalisierungsstrategie, priorisierte Roadmap, Management-Präsentation
Phase 2: Erste UmsetzungswelleQ3-Q4 2026Quick Wins + PilotprojekteKnowKit-Pilot, Auftragserfassungs-PoC, KI-Governance
Phase 3: Skalierung2027Ausweitung und VertiefungBreitere Automatisierung, Schulungsprogramm, Integrationsplattform

Kritischer Meilenstein: Februar 2027

Der zentrale Netzwerk-/Linux-Experte geht in den Ruhestand. Wissenserfassung muss spätestens Q2 2026 beginnen, um ausreichend Zeit für strukturierten Wissenstransfer zu haben. Dieses Zeitfenster bestimmt die Dringlichkeit des Starts.

Kritischer Meilenstein: Oktober 2026

Der Datawarehouse-Experte hat gekündigt und wird das Unternehmen spätestens Ende Oktober 2026 verlassen. Auch hier besteht konzentriertes Spezialwissen, das strukturiert dokumentiert und vorgehalten werden muss, bevor es verloren geht.


Beispiel Quick Wins

Die folgenden Quick Wins sind Kandidaten, keine Zusagen. Sie werden im Rahmen von Phase 1 konkret bewertet und priorisiert. Die Auswahl basiert auf dem bisherigen Gesprächsverlauf.

1. KnowKit-Pilot

Wissenserfassung aus dem Elementprojekt. KnowKit-Instanz für MeisterWerke, produktiver Pilot in 4-6 Wochen. Sofortiger Wissenserhalt vor Personalwechseln.

Impact: Hoch Aufwand: Gering

2. Auftragserfassung

Prozessanalyse der 14-16 Innendienst-Arbeitsplätze. Automatisierungspotenzial quantifizieren, PoC-Konzept erstellen. 2-3 Wochen Analyse.

Impact: Hoch Aufwand: Mittel

3. KI-Governance

Freigabeprozess, Eigentümer-Modell, zentrale Übersicht. Shadow-IT im KI-Bereich sofort eindämmen. 2 Wochen.

Impact: Hoch Aufwand: Gering

4. Beschaffungs-Cockpit

Workflow-basierte Eskalation auf vorhandenen LN-Daten. Proaktive Benachrichtigung statt passiver Abfrage. 3-4 Wochen.

Impact: Mittel Aufwand: Mittel

5. ERP-Schulung

Lückenanalyse der tatsächlichen Nutzungsmuster vs. optimaler Nutzung. Gezielte Nachschulung pro Modul und Nutzergruppe. Dabei kann auf die intern bereits eingesetzte Schulungssoftware Secova zurückgegriffen werden, die gezielte Nachschulungen, Prozess-Simulationen und Wissensabfragen ermöglicht.

Impact: Mittel Aufwand: Hoch

Weiteres Vorgehen: 6-8 Wochen Initialisierung

Das Initialisierungsprogramm ist der vorgeschlagene nächste Schritt. Es liefert eine fundierte Entscheidungsgrundlage, unabhängig davon, wie MeisterWerke danach weiterarbeitet.

WocheSchwerpunktErgebnis
1-2Kick-off, Dokumentensichtung, erste InterviewsVerständnis der Ausgangslage, Interviewplan
2-4Management-Interviews und Stakeholder-GesprächeStrategische Prioritäten, Schmerzpunkte, Erwartungen
3-5Vor-Ort-Analyse und ProzessbeobachtungValidierte Beobachtungen, Prozesslücken, Quick-Win-Kandidaten
4-6Zielbild-Entwicklung und Roadmap-EntwurfKonsolidiertes Zielbild, priorisierte Maßnahmen
5-7Business Case und WirtschaftlichkeitsbetrachtungQuantifizierter Nutzen pro Maßnahmenpaket
6-8Ergebnisaufbereitung und Management-PräsentationPräsentation vor der Geschäftsführung, Go/No-Go

Liefergegenstände Phase 1

  • Digitalisierungsstrategie-Dokument für die Unternehmensgruppe
  • Priorisierte Roadmap mit Zeitplan und Ressourcenbedarf
  • Validierter Business Case pro Maßnahmenpaket
  • Management-Präsentation (präsentationsfertig)
  • Quick-Win-Konzepte mit Umsetzungsplan
6
Business Case
3 Min.

Wirtschaftliche Bewertung

Wir nennen keine Zahlen, die wir nicht belegen können. Die folgenden Überlegungen zeigen die wirtschaftliche Logik, nicht einen durchgerechneten Business Case. Die konkreten Zahlen werden in Phase 1 validiert.

ROI-Logik: Auftragserfassung

14-16 Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst, ein signifikanter Anteil der Arbeitszeit entfällt auf manuelle Auftragserfassung. Selbst eine 30%ige Effizienzsteigerung entspricht mehreren Vollzeitkraft-Äquivalenten. Erfahrungswert aus vergleichbaren H2W-Projekten: Bei einem europäischen Vertriebsteam mit 8 Mitarbeitern, die 50% ihrer Zeit für manuelle Erfassung aufwenden, war der ROI innerhalb weniger Monate erreicht.

Risikokosten: Wissensverlust

In der nahen Zukunft geht die sogenannte Baby-Boomer-Generation in den Ruhestand. Das betrifft auch MeisterWerke an wesentlichen Stellen in der Organisation. Eine adäquate Nachfolge ist meist nur schwer zu finden, und eine vollständige, fundierte Einarbeitung ist aus Zeitgründen häufig nicht realisierbar. Ein EUR ~250 Mio. Fertigungsunternehmen, das dieses Risiko nicht aktiv adressiert, trägt ein Betriebsrisiko, das sich nicht in einer einfachen Gehaltsrechnung abbilden lässt. Ungeplante Ausfallzeiten, Notfall-Dienstleister und verzögerte Projekte sind die tatsächlichen Kosten.

Fragmentierungskosten: KI ohne Governance

Nicht koordinierte KI-Nutzung führt zu KI-Inseln innerhalb der Organisation. Das birgt nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern kann unter Umständen auch zu nicht prüfbaren Ergebnissen führen. In jedem Fall entsteht interner Aufwand für Wartung, Koordination und Schadensbegrenzung, der die ursprünglichen Investitionen schnell übersteigt.

Phase 1 als begrenzte Investition

Das Initialisierungsprogramm ist so konzipiert, dass es unabhängig vom weiteren Verlauf einen eigenständigen Wert liefert: eine validierte Digitalisierungsstrategie mit priorisierter Roadmap und Management-Präsentation. Dieses Ergebnis ist nützlich, gleichgültig ob MeisterWerke mit H2W weiterarbeitet oder nicht.

Risiken und Absicherung

Veränderungswiderstand25 Jahre eingefahrene Prozesse. Grundsätzliche Zustimmung, aber Widerstand bei eigener Betroffenheit.
AbsicherungStrukturiertes Change Management von Beginn an. Frühe Quick Wins schaffen Vertrauen. Keine Veränderung ohne Beteiligung der Betroffenen.
Scope Creep20+ identifizierte Handlungsfelder können zur Überforderung führen.
AbsicherungStrikte Priorisierung in Phase 1. Phasenmodell mit Quality Gates. Fokus auf wenige, aber wirksame Maßnahmen pro Phase.
Interne RessourcenTagesgeschäft konkurriert mit Strategiearbeit um Aufmerksamkeit.
AbsicherungMinimaler interner Aufwand definiert. H2W traegt den operativen Hauptaufwand. Klare Erwartungen an Sponsor und Projektbeteiligte.
Vendor Lock-inAbhängigkeit von einem einzelnen Dienstleister.
AbsicherungOffene Architekturprinzipien. Alle Ergebnisse und Dokumentation gehören MeisterWerke. Go/No-Go nach jeder Phase.
KI-EnttäuschungÜberzogene Erwartungen an KI-Lösungen führen zu Akzeptanzverlust.
AbsicherungRealistische Positionierung. Mensch-in-der-Schleife-Prinzip. Jede KI-Anwendung muss nachweisbaren Geschäftsnutzen liefern.
NachfolgerisikoM. Klauke und M. Ciociola sind noch nicht direkt mit H2W im Kontakt.
AbsicherungEinbindung beider Nachfolger ab Phase 1. Wissenstransfer und Beziehungsaufbau parallel zur Strategie.

Interner Aufwand MeisterWerke

Grundsatz: Der größte Aufwand liegt auf unserer Seite. MeisterWerke stellt Zugang, Kontext und Entscheidungen bereit. H2W liefert Analyse, Konzeption und Ergebnisse.

Phase 1: Initialisierung (6-8 Wochen)

RolleAufwandBeschreibung
Sponsor (Uwe Lilienthal)2-3 Stunden/WocheSteering, Freigaben, Richtungsentscheidungen
Stakeholder-Interviews8-10 Interviews, je 1-2 StundenGeschäftsführung, Bereichsleiter, Schlüsselnutzer
Vor-Ort-Begleitung2-3 TageGemeinsame Beobachtung der operativen Realität
DokumentenzugangEinmaligProzessdokumentation, Systemzugaenge, Organisationspläne

Laufender Betrieb (ab Phase 2)

  • Interner Projektleiter (Klauke oder Ciociola): ca. 4-6 Stunden/Woche
  • Bi-wöchentliches Steering: 1 Stunde
  • Monatliches Management-Summary: wird von H2W erstellt
  • Change Champions pro Fachbereich: 1-2 Stunden/Woche

Governance

GremiumBesetzungFrequenzAufgabe
Steering CommitteeUwe Lilienthal + Richard WeiherAlle zwei WochenRichtungsentscheidungen, Eskalation, Priorisierung
ProjektleitungKlauke/Ciociola + H2W PMWöchentlichOperative Steuerung, Aufgabenverfolgung
Workstream-LeadsPro Thema definiertNach BedarfFachliche Detailarbeit
Management-ReportingH2W erstelltMonatlichFortschritt, Ergebnisse, Entscheidungsbedarf
Quality Gate nach Phase 1: Präsentation der Ergebnisse vor der Geschäftsführung. Fundierte Go/No-Go-Entscheidung für Phase 2 auf Basis validierter Analyse, konkretem Zielbild und belastbarem Business Case. Kein automatischer Übergang.
7
Warum H2W
1 Min.

H2W ist kein generischer IT-Dienstleister und kein reiner ERP-Berater. Die Kombination aus ERP-Tiefe, Prozessverständnis und eigener KI-Umsetzungskompetenz ist in der Evaluierung einzigartig.

13+
Jahre ERP-Erfahrung
80+
Abgeschlossene Projekte
6
Länder
15+
Berater im Team

ERP und Prozess-Expertise

Über ein Jahrzehnt Erfahrung mit Infor LN in der fertigenden Industrie. Unsere Berater konfigurieren selbst, sie beraten nicht nur. Diskrete Fertigung, Prozessfertigung, Auftragsfertigung, variantenkonfigurierte Fertigung: alles abgedeckt.

KI und Automatisierung aus eigener Entwicklung

H2W Labs baut eigene Produkte: KnowKit (Wissensmanagement), Product Assistant (ERP-Daten-Chatbot), Edge-Applikationen (Workflow-Automatisierung, Shop-Floor-Digitalisierung, E-Invoicing). Kein Weiterverkauf fremder Lösungen, sondern eigene Entwicklung mit Verständnis der ERP-Datenwelt.

Gemeinsame Grundsätze

Prozess vor Technologie. Ehrliche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Wir machen ERP und KI. Wir machen nicht M365, nicht OT-Spezialprojekte, nicht alles auf einmal. Diese Klarheit wurde in den Gesprächen als Stärke bewertet.

Ihr Team für MeisterWerke

Richard Weiher

Richard Weiher

Geschäftsführer, ERP
Infor LN (13+ Jahre, 5 Jahre bei Infor), Solutions Architect
Lennart Hector

Lennart Hector

Geschäftsführer
Digitalisierungsstrategie, KI-Anwendungen, Kundenbeziehung
Heiko Steinbach

Heiko Steinbach

Head of PM und Account Management
Projektsteuerung, Kundenbetreuung, Delivery Management

Erweitertes Projektteam

Uli Schneider

Uli Schneider

Senior Consultant, Infor LN
Carlos Claure

Carlos Claure

Senior Consultant, Infor LN
Ovidiu Butisca

Ovidiu Butisca

Integration und Entwicklung
JH

Johannes Hauck

Senior Consultant, Infor LN
8
Referenzen
1 Min.

Unsere Arbeit spricht durch Ergebnisse. Hier eine Auswahl aktueller und abgeschlossener Engagements in der fertigenden Industrie.

Ausgewählte Referenzen

Weitere Kunden aus der fertigenden Industrie

Friedrich von Neuman BAE Systems NSH Niles-Simmons Containex Liebherr TROX Stoelzle Calanbau Okuma Lohmann J.G. Anschütz BeA

Insgesamt über 40 Kunden betreut, davon 30+ aus der fertigenden Industrie in DACH, UK und Nordamerika.

9
Entscheidungsoptionen
1 Min.

Drei Optionen für das weitere Vorgehen. Jede Option hat ihre Berechtigung, abhängig von den Prioritäten der Geschäftsführung.

Option B: Direkter Quick-Win-Start

Sofortiger Start mit einem oder zwei Quick Wins (z.B. KnowKit-Pilot, Auftragserfassungs-Analyse). Schnellere erste Ergebnisse, aber ohne strategischen Rahmen. Risiko: Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept.

Option C: Punktuelles Engagement

Beauftragung für spezifische Einzelthemen nach Bedarf. Geringste Anfangsinvestition. Begrenzte strategische Wirkung. Kein konsolidiertes Zielbild.

Unsere Empfehlung ist Option A. Sie schafft die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen und liefert ein eigenständiges Ergebnis, das MeisterWerke unabhängig nutzen kann. Die Investition ist begrenzt, die Ergebnisse sind sofort verwertbar.
10
Nächster Schritt
1 Min.

Angebot: Digitalisierungsstrategie Phase 1

Das Angebot für die strukturierte Erarbeitung der gruppenweiten Digitalisierungsstrategie liegt vor. 3 Monate Laufzeit, klare Liefergegenstände, Quality Gate am Ende.

Umfang: EUR 85.800 netto (zzgl. Reisekosten)

Dauer: 3 Monate ab Beauftragung

Team: Richard Weiher, Heiko Steinbach, Johannes Hauck

Angebot einsehen und beauftragen Termin vereinbaren
Richard Weiher
Geschäftsführer, H2W Consulting GmbH
r.weiher@h2w-consulting.com
+49 (0) 176 2082 8350
Lennart Hector
Geschäftsführer, H2W Consulting GmbH
l.hector@h2w-consulting.com
+49 (0) 1522 717 6008
H2W Consulting

H2W Consulting GmbH | Digitalisierung und ERP-Beratung für die fertigende Industrie

Dieses Dokument ist vertraulich und ausschließlich für den internen Gebrauch bei MeisterWerke Schulte GmbH bestimmt. Weitergabe an Dritte nur mit Zustimmung von H2W Consulting.