Wirtschaftliche Bewertung
Wir nennen keine Zahlen, die wir nicht belegen können. Die folgenden Überlegungen
zeigen die wirtschaftliche Logik, nicht einen durchgerechneten Business Case.
Die konkreten Zahlen werden in Phase 1 validiert.
ROI-Logik: Auftragserfassung
14-16 Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst, ein signifikanter Anteil der Arbeitszeit entfällt
auf manuelle Auftragserfassung. Selbst eine 30%ige Effizienzsteigerung entspricht mehreren
Vollzeitkraft-Äquivalenten. Erfahrungswert aus vergleichbaren H2W-Projekten: Bei einem europäischen
Vertriebsteam mit 8 Mitarbeitern, die 50% ihrer Zeit für manuelle Erfassung aufwenden,
war der ROI innerhalb weniger Monate erreicht.
Risikokosten: Wissensverlust
In der nahen Zukunft geht die sogenannte Baby-Boomer-Generation in den Ruhestand. Das betrifft
auch MeisterWerke an wesentlichen Stellen in der Organisation. Eine adäquate Nachfolge ist meist
nur schwer zu finden, und eine vollständige, fundierte Einarbeitung ist aus Zeitgründen häufig
nicht realisierbar. Ein EUR ~250 Mio. Fertigungsunternehmen, das dieses Risiko nicht aktiv
adressiert, trägt ein Betriebsrisiko, das sich nicht in einer einfachen Gehaltsrechnung abbilden
lässt. Ungeplante Ausfallzeiten, Notfall-Dienstleister und verzögerte Projekte sind die
tatsächlichen Kosten.
Fragmentierungskosten: KI ohne Governance
Nicht koordinierte KI-Nutzung führt zu KI-Inseln innerhalb der Organisation. Das birgt nicht
nur ein Sicherheitsrisiko, sondern kann unter Umständen auch zu nicht prüfbaren Ergebnissen
führen. In jedem Fall entsteht interner Aufwand für Wartung, Koordination und Schadensbegrenzung,
der die ursprünglichen Investitionen schnell übersteigt.
Phase 1 als begrenzte Investition
Das Initialisierungsprogramm ist so konzipiert, dass es unabhängig vom weiteren Verlauf
einen eigenständigen Wert liefert: eine validierte Digitalisierungsstrategie mit priorisierter
Roadmap und Management-Präsentation. Dieses Ergebnis ist nützlich, gleichgültig ob
MeisterWerke mit H2W weiterarbeitet oder nicht.
Risiken und Absicherung
Veränderungswiderstand25 Jahre eingefahrene Prozesse. Grundsätzliche Zustimmung, aber Widerstand bei eigener Betroffenheit.
AbsicherungStrukturiertes Change Management von Beginn an. Frühe Quick Wins schaffen Vertrauen. Keine Veränderung ohne Beteiligung der Betroffenen.
Scope Creep20+ identifizierte Handlungsfelder können zur Überforderung führen.
AbsicherungStrikte Priorisierung in Phase 1. Phasenmodell mit Quality Gates. Fokus auf wenige, aber wirksame Maßnahmen pro Phase.
Interne RessourcenTagesgeschäft konkurriert mit Strategiearbeit um Aufmerksamkeit.
AbsicherungMinimaler interner Aufwand definiert. H2W traegt den operativen Hauptaufwand. Klare Erwartungen an Sponsor und Projektbeteiligte.
Vendor Lock-inAbhängigkeit von einem einzelnen Dienstleister.
AbsicherungOffene Architekturprinzipien. Alle Ergebnisse und Dokumentation gehören MeisterWerke. Go/No-Go nach jeder Phase.
KI-EnttäuschungÜberzogene Erwartungen an KI-Lösungen führen zu Akzeptanzverlust.
AbsicherungRealistische Positionierung. Mensch-in-der-Schleife-Prinzip. Jede KI-Anwendung muss nachweisbaren Geschäftsnutzen liefern.
NachfolgerisikoM. Klauke und M. Ciociola sind noch nicht direkt mit H2W im Kontakt.
AbsicherungEinbindung beider Nachfolger ab Phase 1. Wissenstransfer und Beziehungsaufbau parallel zur Strategie.
Interner Aufwand MeisterWerke
Grundsatz: Der größte Aufwand liegt auf unserer Seite.
MeisterWerke stellt Zugang, Kontext und Entscheidungen bereit. H2W liefert Analyse, Konzeption und Ergebnisse.
Phase 1: Initialisierung (6-8 Wochen)
| Rolle | Aufwand | Beschreibung |
| Sponsor (Uwe Lilienthal) | 2-3 Stunden/Woche | Steering, Freigaben, Richtungsentscheidungen |
| Stakeholder-Interviews | 8-10 Interviews, je 1-2 Stunden | Geschäftsführung, Bereichsleiter, Schlüsselnutzer |
| Vor-Ort-Begleitung | 2-3 Tage | Gemeinsame Beobachtung der operativen Realität |
| Dokumentenzugang | Einmalig | Prozessdokumentation, Systemzugaenge, Organisationspläne |
Laufender Betrieb (ab Phase 2)
- Interner Projektleiter (Klauke oder Ciociola): ca. 4-6 Stunden/Woche
- Bi-wöchentliches Steering: 1 Stunde
- Monatliches Management-Summary: wird von H2W erstellt
- Change Champions pro Fachbereich: 1-2 Stunden/Woche
Governance
| Gremium | Besetzung | Frequenz | Aufgabe |
| Steering Committee | Uwe Lilienthal + Richard Weiher | Alle zwei Wochen | Richtungsentscheidungen, Eskalation, Priorisierung |
| Projektleitung | Klauke/Ciociola + H2W PM | Wöchentlich | Operative Steuerung, Aufgabenverfolgung |
| Workstream-Leads | Pro Thema definiert | Nach Bedarf | Fachliche Detailarbeit |
| Management-Reporting | H2W erstellt | Monatlich | Fortschritt, Ergebnisse, Entscheidungsbedarf |
Quality Gate nach Phase 1: Präsentation der Ergebnisse vor der Geschäftsführung.
Fundierte Go/No-Go-Entscheidung für Phase 2 auf Basis validierter Analyse, konkretem Zielbild und
belastbarem Business Case. Kein automatischer Übergang.